Yang Chengfu Tai Chi Center - öffentliche Verbände-Abgrenzung erhöht Transparenz

Seit längerem wird Kritik geübt an Yang Chengfu Centern, ihren Schulen, ihren Lehrern und ihrer Dach-Organisation "International Association". Durch die offizielle Distanzierung des DTB (Deutscher Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. ist die Isoliertheit ihrer Fan-Gemeinde weiter gewachsen. Die Sensibilisierung hat zugenommen - ein Novum bei quasi-religiösen Gruppierungen. Fachleute deuten diese neue Entwicklung als einen Pendelschwung weg von esoterisch-traditionellen Heilsbringern und hin zu mehr Objektivität und Faktentreue.

Ein Kritikpunkt ist der nicht belegte Anspruch, die "Yang-Family" und das "Traditional Yang-Family-Taichi" autorisiert weltweit zu vertreten. Kritisiert wird zudem ihr Kulturkodex mit Einfordern von Gehorsam und Loyalität. Diese Unvereinbarkeit mit deutschen Qualitätsnormen betonen außer dem DTB eV auch weitere namhafte Institutionen. Dies ist ein begrüßendswerter Schritt zu mehr Transparenz und Teilnehmerschutz.

Zugehörigkeit zu ausländischen Wushu-Lobby-Verbänden kann sich schnell als nachteilig erweisen und gravierende Verpflichtungen und Einschränkungen mit sich bringen. Bei Gründung einer eigenen Schule sollten die persönlichen Ziele unbedingt klar sein. Man sollte sein Berufsbild einem westlichen Verband wie dem DTB eV zuordnen. Seine Seminare sind zugelassen als staatlich anerkannter Bildungsurlaub.

Doppelgleisige Ost-West-Ausbildungen sind keine gute Wahl! Solche parallelen IA-DTB-Ausbildungen) ebensowenig eine Lösung wie sich auch "Tai-Chi-Zentrum" zu nennen. Solche "Zick-Zack-Mittelwege" sind irreführend, denn sie fördern Verwechslungen und Unsicherheit. DTB-Zentrale: Tel 040 2102123 - Geschäftsführer Dr. Langhoff informiert gern.

0. Yang Chengfu Center und International Association - DTB-Info: Abstract und Überblick

Der Deutsche Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. (DTB) und weitere deutsche Institutionen grenzen sich ab von der "International Association (IA), ihren Yang Chengfu Centern, ihren Schulen und ihren Lehrern. Sie möchten mit deren Kult und ausländischen Vorgaben nicht verwechselt werden. Quelle: DTB-Stundenbild für Schulung.

Schon deren Anspruch, DIE Familie Yang und DAS "Traditional Yang-Family Taichi" offiziell zu vertreten, ist ja leicht widerlegbar. Zudem erschweren das erklärte Ziel der amerikanischen Vereinigung, "der Menschheit zu helfen" und Meister Yang Juns Esoguru.com-Webauftrit die Abgrenzung zu bloßen spirituellen Gruppierungen. Auch werden Irrtümer und Fehleinschätzungen nicht offziell korrigiert. Darüberhinaus ist der WUDE-Moral-Kodex unvereinbar mit westlicher Erwachsenenbildung. DTB-Fazit: Eine grundlegende "Heilung des Yang-Chengfu-Center-Syndroms" tut not!

Die geschönte "heile Welt der Yang Chengfu-Center-Kulissen" und der "Großmeister-Nimbus" mag manchem attraktiv scheinen - doch ihr "Geschäftsmodell" enthält aus westlicher Sicht gravierende Mängel. Haupt-Defizite sind die an esoterischer Folkore orientierte "geschlossene Weltsicht" von IA-Gründer Meister Yang Jun sowie das Einfordern von Gehorsam und Loyalität. Der DTB e. V.distanziert sich davon. Er steht für die "offene Weltsicht" wissenschaftlicher Standards der Erwachsenenbildung. Die Yang Chengfu Center sind keinem deutschen Taiji-Verband angeschlossen und zunehmend isoliert durch die gestiegene Sensibilisierung für Transparenz und Verbraucherschutz hierzulande.

Der DTB hat in einer Reihe von Methodologie-Artikeln das sogenannte "Yang-Chengfu-Center-Syndrom" beschrieben. Die Mängelliste zur Qualität der Ausbilder umfasst vier Kategorien, wobei die mangelhafte Anpassung an die deutschen Qualitätsnormen den zentralen Kritikpunkt bildet. Dabei werden auf mehreren Webseiten unterschiedliche Schwerpunkte und Perspektiven gesetzt. Die Mängel-Symptome dieses Syndroms werden in größeren Zusammenhängen leichter verständlich - gerade für den Laien oder den interessierten Forscher.

Der DTB thematisiert die "geschlossene Weltsicht" der Yang-Chengfu-Taichichuan-Center und distanziert sich von ihnen! Genauer ist es der DTB gemeinsam mit seiner zentralen Schule, dem Tai Chi Zentrum Hamburg e. V.. Beide Institutionen grenzen sich ab von Meister Yang Juns "International Association" mit Sitz in Seattle USA sowie ihren Kölner und Berliner Centern.

Es soll dabei nicht um Emotionen/ Glaubensfragen gehen sondern um die sachlich-fachliche Auseinandersetzung und um Faktencheck. Es geht dabei auch nicht um Herabsetzung oder Bewertung - kritisiert wird ja nicht die fehlende Neutralität der Esoterik-Tradition der betreffenden Meister, Lehrer, Schulen oder Schüler an sich, sondern es geht vorrangig um die Konflikte und Intransparenzen, die im Bereich Besundheitsbildung / Erwachsenenbildung entstehen, sobald Yang Chengfu Center in diesem Bereich tätig werden. Dabei geht es insbesondere um die fehlenden Kriterien, die eine Abgrenzung zu Glaubensgemeinschaften unmöglich macht und nach DTB-Auffassung mit westlicher Erwachsenenbildung unvereinbar ist.

Auch der Begriff "geschlossenes Weltbild" ist nicht abwertend gemeint - er beschreibt ein bestimmtes Umgehen mit neuer Information - und geht davon aus, dass man solches nicht unbedingt sucht. Glaubensgemeinschaften etwa haben ja Überzeugungen und sind nicht dafür bekannt, diese infrage zu stellen. Viele Menschen definieren sich so - auch viele in der Tai-Chi-Qigong-Szene. Wer eine Lehrerausbildung plant, sollte dies unbedingt wissen und sich innerlich entsprechend positionieren. Einher geht damit oft eine Ablehnung von Kritik, auch wenn sie selten klar geäußert wird - s. das Beispiel Ausbildung Lübeck.

Sektionen/ Bereiche:

Quellen/ Ressourcen

1.) Die "International Association" und das "Yang-Chengfu-Center-Syndrom"

Dem weltweit sehr verbreiteten Yang-Stil unter dem offiziellen Dach einer übergeordneten Organisation ein Zuhause zu geben, ist das Ziel mehrerer internationaler "Associations". Doch dieser Wunschtraum eines "vereinigten Yang-Style-Taijiquan", das mit einer einzigen autorisierten Stimme spricht, hat in der Realität keine Chance. Machtkämpfe, Konkurrenzen, mangelnde Fakten-Treue und nicht zuletzt der esoterische-traditionelle Ansatz sind die Gründe. Zum Ziel, der "Menschheit zu helfen" erfahren Sie mehr bei der englischen Review von Linienhalter Meister Yang Jun auf EsoGuru.com und im englischen Artikel "Yang-Chengfu-Taichi-Echo-Chamber" hier: Hamburg Tai Chi Qigong Ausbildung

Diese unübersichtliche Gemengelage macht solche Associations letztlich zu quasi-religiösen Glaubensgemeinschaften, deren eng-gefasste Weltanschauung mit Qualitätsstandards westlicher Erwachsenenbildung unvereinbar sind. Seminare und Lehrmittel der Center bzw. ihrer Association entsprechen nicht den strengen Vorgaben und Richtlinien des DTB eV und der ihm angeschlossenen Vereine. Center-Dozenten sind nicht akkreditiert und ihr Unterricht wird nicht angerechnet.

All dies wird erklärt am Phänomen des sogenannten "Yang-Chengfu-Center-Syndroms" und ihrer ausländischen Dachorganisation "International Yang Style Tai Chi Association" mit Sitz in Seattle. Die Yang Chengfu Center in Berlin und Köln, sowie deren Affiliated Schols sollte man nicht verwechseln mit der "QUALITÄTSGEMEINSCHAFT TAI CHI ZENTRUM" und ihrem Dachverband "Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong eV).

Für Deutschland gibt es das also wirklich - ein zentrales Zuhause für die chinesischen Gesundheitsübungen Tai Chi (Taijiquan) und Qigong mit einer stetig wachsenden Community und einem festen Stamm von Dozenten. Hier finden sich alle maßgeblichen Ressorts unter einem bundesweiten Dach. Etliche Tai-Chi-Verbände und Qigong-Verbände in Deutschland arbeiten seit 2014 im bewährten Verbund - bundesweit nach gleichen Richtlinien.

 Wer eine Lehrer-Ausbildung anstrebt, sollte daher prüfen, ob Mitgliedschaft im Taijiquan-Qigong-Bundesverband DTB vorliegt. Im Zweifel hilft die DTB-Lehrer-Checkliste und die bundesweite Lehrersuche - für Berlin z. B. unter Berlin Ausbildung. Bei diesem Regional-Zentrum auch Download von Service: Ideologie-freie Fachfortbildungen mit bundesweit gültigem Lehrer-Qualitätssiegel - DTB-Lehrer-Community und ihre Schulen: Zusammen lernen, gegenseitig helfen - Qigong Tai Chi Lehrer Deutschland: PLZ-Datenbank. Stilart-übergreifender Taiji-Qigong-Verband mit deutschlandweiter Anlaufstelle.

Yang Chengfu Tai Chi Center Berlin Köln

DTB-Geschäftsführer Dr. Langhoff erklärt wichtige Methodologie-Aspekte der Qualität von Ausbildern. Diese DTB-Extraseite befasst sich mit der Erklärung divergierender Weltbilder von Tai-Chi-Lehrern im größerem Verbands-Kontext. Ziel ist ein besseres Verständnis für den "inneren Kompass" des anderen. Dazu sollte jeder zunächst seine eigene Position richtig einschätzen.

Mitgliedschaft in Verbänden schafft grundsätzlich Abhängigkeiten, die sogar die eigene Entwicklung hemmen können. Größtmöglicher Freiraum hierbei ist dem DTB ein ernstes Anliegen - und für diese Unvoreingenommenheit wird er allerorts sehr geschätzt.

Der DTB ist für alle Lehrenden da - unabhängig von deren Zuordnungen zu "offenen oder geschlossenen Weltanschauungen". Etliche fahren dabei zweigleisig - was ihnen zwar Vorteile bringt, aber zugleich die Übersichtlichkeit in der Szene sehr erschwert - Schein und Sein verwischen dann schnell - und damit die Qualität der Ausbildung.

International Association - die Center-Dachorganisation

 DTB-Geschäftsführer Dr. Langhoff: "Es ist mir wichtig, meine Ansichten zu gängigen "Yang-Family-Taichi-Illusionen" öffentlich zu verbreiten. Zum einen war ich schon immer mehr an Fakten interessiert als an Deutungshoheit zu Fiktionen und zum anderen werde ich des öfteren fälschlicherweise "reklamiert" als "Yang-Family-affin"! Doch hier ist Klarheit angebracht: Keinesfalls möchte ich verwechselt werden mit einer esoterischen sekten-artigen "Szene", in der die "Yang-Jun-Doktrin von "Fraktions-Zwang", Vorurteilen, Gehorsam, Loyalität und Tabus wichtigere Leitlinien sind als Faktencheck und Suche nach Wahrheit.

Ich vermag nicht zu erkennen, welchen positiven Beitrag eine solche "geschlossene Denkweise" zu unserer westlichen Gesellschaft leisten könnte. Besonders auf Seminaren wird deutlich, dass es primär um "gefühlte Fakten" geht - und das ist für mich konträr zum eigentlichen Ziel des Buddhismus/ Taoismus: Endlich aufzuwachen statt schöner zu träumen! Wir brauchen nicht Leute, die uns Krücken verkaufen sondern Leute, die uns das Gehen lehren!

Etliche esoterisch-traditionelle Gemeinschaften, die mit aufdringlicher Werbung für Qualität, Authentizität und Seriosität auf Kundenfang gehen, versuchen mit pompösem Theaterdonner davon abzulenken, dass ihr eng gefasstes Weltbild gar nicht zu unserer offenen westlichen Weltsicht passen kann.

Hierzulande sollte Tai-Chi-Lehrerausbildung als Teil der Erwachsenenbildung und Gesundheitsbildung ausschließlich auf diesen ideologie-freien Leitlinien beruhen. Nur so lassen sich Transparenz und Teilnehmerschutz gewähren. Der zunehmenden Aufweichung dieser Werte durch die "neue Religiosität" muss entgegengewirkt werden. Außer dem Dt. Taichi-Bund spielen hier die Krankenkassen mit ihrer Zentralen Prüfstelle ZPP eine Schlüsselrolle. Wichtig ist es, nicht nur zukünftige Taiji-Lehrer zu sensibilisieren sondern auch die interessierte Öffentlichkeit."

Spannungsfeld von Tradition und Weiterentwicklung - eine Gratwanderung

Immer mehr Lehrende in Deutschland werden ausgebildet nach der Methodik des "Richtig Lernens und Lehrens". Dieses ganzheitliche Konzept wurde entwickelt vom Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. (DTB). Seine "standardisierten Konzepte" sind zugelassen für Krankenkassen-Anerkennung. Kurz gesagt führt es durch übergeordnete Perspektiven zu einem tieferen Verständnis und damit zu besserem Unterricht ohne Esoterik und WUDE-Moral-Kodex. Dafür wurden vom DTB "Yang-Stil-Stundenbilder" entwickelt. Nach bestandener Prüfung tragen die Lehrer das Qualitätssiegen "Geprüfter Lehrer DTB". Der hohe Stellenwert des chinesischen Taijiquan und Qigong in der ganzheitlichen Gesundheitsbildung führt dazu, dass Kampfkunst-Aspekte wie traditionelle Überlieferung und althergebrachte Anwendung in der Selbstverteidigung an Bedeutung verloren haben. Vorgaben der Krankenkassen-Förderung zur Primärprävention haben diese Entwicklung mit beeinflußt.

Eine parallele Entwicklung findet sich in den japanischen Kampfkünsten wie z. B. Aikido, Jujutsu und Judo. Doch viele Praktizierende möchten das "Authentische" oder "Ursprüngliche" der Tradition nicht aufgeben und befürchten eine "Verwässerung". Seit langem befasst sich der DTB e. V. mit diesem Spannungsfeld, das eine wahre Herausforderung darstellt. Das Thema ist nichts für schwache Nerven, denn es wird getrickst, suggeriert und in die Irre geführt. Die Ergebnisse dieser Forschungen, die ebenso ermutigend wie interessant erweisen, eingearbeitet in die bundesdeutsche Aus- und Fortbildung. Hier wird der Bezug zur Association erklärt (Quelle ist der englische Artikel "The Yang Chengfu Center Syndrome Explained".

1.) Yang Chengfu Tai Chi Center - Essentielle Positionen und ihre Quellen für Beleg-Zitate und Argumentation

Webseiten, Youtube-Videos, Facebook-Seiten, Interviews und  nicht zuletzt die Abschlussberichte der "Tai-Chi-Symposien" von Yang Jun zeugen von einer Art "heiler Welt", deren holzschnitt-artige Einfachheit ihren Eindruck besonders bei solchen Menschen nicht verfehlt, die mit den modernen Möglichkeiten von kritischem Faktencheck nicht vertraut sind. Dabei ist gerade die divergierende Sicht von Verbänden hinsichtlich des "Yang-Chengfu-Taijiquan" und die berechtigte Frage, was daran "traditionell" sein soll, vielen Praktizierenden unbekannt. Dies hat durch das Vordringen ausländischer Gruppierungen nach Deutschland noch zugenommen. Bemerkenswert ist das weitgehende Fehlen von Widerspruch - wo hätte man einmal gehört, dass die "IA" ihren Standpunkt aufgrund neuer Erkenntnisse der Forschung geändert hätte ?

Was sind nun die wichtigsten Eckpfeiler der Überzeugungen von Yang Chengfu Centern, die die Schulen angeblich so einzigartig machen? Die Mantras sind identisch mit den Vorgaben ihrer chinesisch dominierten internationalen Dachorganisation. Zum genaueren Verständnis empfehlen Experten Analysen und Vergleiche von Videos und Webseiten des Yang Chengfu Tai Chi Chuan Centers Berlin von Johannes Mergner und des Yang Chengfu Tai Chi Chuan Centers Köln von Frank Grothstück. Es bleibt naturgemäß unklar, ob sie selbst davon überzeugt sind oder ob es nur Lippenbekenntnisse sind. Unabhängig davon pocht die "IA" jedenfalls auf Moralkodex mit Loyalität und Gehorsam.

Weltweit schöpfen Yang Chengfu Tai Chi Center ihre Vorgaben aus der Homepage der Association und aus persönlicher Unterweisung durch Yang Jun. Hinzu kommen Interviews, Rezensionen und Journale. Aus diesem Fundus ergeben sich ihre offiziellen Botschaften im Umgang mit ihren Schülern und im Kontakt mit Interessierten. Dabei scheinen ihren Schülern "gefühlte Fakten" wichtiger als Faktencheck - ein Phänomen, das durch die Verbreitung der Sozialmedien noch zunehmen wird.

Negative Konsequenz für die Qualität der Ausbilder, Unterricht/ Seminare, Prüfungen/ Ranking und Gedankenaustausch: Es ensteht zunehmend mehr ungesichertes "Halb-Wissen", weil zahlreiche Inhalte der IA-Homepage nicht mit Faktencheck belegt werden - und auch nicht belegt werden können. Und dies wiegt noch schwerer angesichts von Gehorsam und Loyalität, was kritisches Hinterfragen erschwert.

Traditional Tai Chi (Yang-Style) - eigenwillige Deutung von Yang Jun

Groß war meine Freude, als ich benachrichtigt wurde, dass Yang Jun offiziell als Linienhalter seine Definition dessen was er "traditional Tai Chi Chuan" nennt, veröffentlicht hätte - ein absolutes Novum, denn zuvor gab es ja nur Stillschweigen zu diesem Kernpunkt seiner Arbeit. Ich war gespannt, weil mich gerade jetzt auch das ähnlich gelagerte Problem des japanischen "KORYU" im Verband Shindo Yoshin Ryu stark beschäftigt. Doch als ich den Youtube-Clip anschaute, wurden meine Erwartungen enttäuscht. Die dargebotene "Lösung" mit einer Einbeziehung der Yang-Taiji-Prinzipien als Kriterium entpuppte sich als Teil des Problems - und nicht der Lösung! Es war sicher nicht die Klarstellung, die eigentlich alle seine Schüler dringend bräuchten. Interessant ist auch ein Vergleich mit Aussagen seines Großvaters zum traditionellen Yang-Tai-Chi-Chuan: Yang Zhenduo Traditional Tai Chi (Quelle: Kommentiertes Stundenbild Tai Chi Ausbildung Berlin).

1.) Yang Chengfu Tai Chi Center / "International Association" - keine DTB-Mitgliedschaft

Die "heile Welt" der Yang Chengfu-Center-Kulissen mag manchem attraktiv scheinen; doch dieser Nimbus ist trügerisch und hält nicht stich. Eine genauere Recherche offenbart gravierende Mängel. Haupt-Defizit aus westlicher Sicht ist die an esoterischer Folkore orientierte "geschlossene Weltanschauung" in Verbindung mit falschen Statements und Halb-Wahrheiten. Der DTB e. V.distanziert sich von diesem "Geschäftsmodell". Der Dachverband steht seiner Gründung 1996 für die "offene Weltsicht" wissenschaftlicher Standards der Erwachsenenbildung. Aufschlussreich: Die Association und ihre Center sind keinem deutschen Verband angeschlossen und weitgehend isoliert. Auch sprechen die IA-Gründer Yang Zhenduo und Enkel Yang Jun nicht für die ganze Familie Yang.

1.1.) Yang-Chengfu-Center-Syndrom

Die Esoterik-Folklore, die in der "Taiji-Szene" oft vereinzelt von der Wissenschaft kritisiert wird, findet der Fachmann in den Publikationen von "Yang Chengfu Centern"  gehäuft. Dafür gibt es Beispiele und Belege der "Dt. Clearing-Stelle Yang-Family-Taijiquan", die bereits an anderer Stelle dargelegt wurden.  Yang Chengfu Center sind so gesehen symptomatisch für östliche Glaubensanschauungen als Gegenpol zu westlichen Standards der Erwachsenenbildung. Diese prinzipielle Ungeeignetheit wurde bereits an anderer Stelle herausgearbeitet (s. Artikel "Yang-Chengfu-Center-Syndrom", Traditionelles Tai Chi & Yang Jun sowie Traditionelles Tai Chi & Yang Zhenduo).

Was ein beträchtlicher Teil deutscher Lehrer und Praktizierender an den Centern, den Affiliates und der IA-Dachorganisation kritisiert, lässt sich in mehrere Einzel-Kategorien aufteilen. Der wohl wichtigste "Stein des Anstoßes" ist für viele offene Lehrer die völlig einseitige, geschlossene Weltsicht. Dieses aus wissenschaftlicher Sicht bezeichnende Defizit  und das damit einhergehende Desinteresse an übergreifender unvoreingenommener Forschung mit Faktencheck erschwert in der Praxis die sachliche Argumentation. Diese "Schieflage als eingebauter "Webfehler" von traditionellen chinesischer Vereinigungen ist verheerend für die Taiji-Reputation aber leider wohl nicht zu reparieren. Kritische Forscher beleuchten immer mehr Symptome dieses recht komplexen Phänomens und bezeichnen es als "Yang-Chengfu-Center-Syndrom". Aus der DTB-Sicht leiden alle Schulen der "International Association" an diesem grundlegendem Mangel. Die von dieser "Mangel-Erscheinung" hervorgerufene Einseitigkeit hat eine Fülle von Symptomen, die bereits mehrfach unter verschieden Blickwinkel diskutiert wurden (s. Kommentierte Multimedia-Downloads DTB-Clearingstelle).

1.2.) "International Yang-Family-Tai-Chi-Association" / "International Yang-Style-Tai-Chi-Association"

Die offizielle Dachorganisation aller Center und Affiliates ist die in Seattle ansässige "international Yang Family Tai Chi Association". Sie wird geleitet von Meister Yang Jun und trägt zugleich noch den zweiten offiziellen Namen "International Yang Style Tai Chi Association". Der Verband arbeitet weltweit und versucht im engen Schulterschluss mit Vertretern der anderen Haupt-Stile, sich als übergeordneter Sachwalter des Taijiquan zu positionieren. Strategie und Vorgehensweise läßt sich für Laien besonders gut beobachten bei den alle fünf Jahre stattfindenden "Tai Chi Symposien".

Die "International Association" wird in Deutschland offiziell vertreten durch  das "Yang Chengfu Tai Chi Center Köln (Frank Grothstück)" und das "Yang Chengfu Tai Chi Center Berlin (Johannes Mergner)". In der deutschen Verbände-Landschaft sind sie durch fehlende Zugehörigkeit formell weitgehend isoliert. Bei manchem Taiji-Praktizierendem löst ihre massive Propaganda erhebliches Mißfallen aus. Ein stetiger Stein des Anstoßes ist ihr Anspruch auf Deutungshoheit für den Begriff "Yang-Family-Taichichuan" und für das Image von Yang Chengfu, dem Urgroßvater von Yang Jun, der sich selbst als Linienhalter der Yang-Familie sieht. Sein Webauftritt auf Esoguru.com spricht für sich. In jüngster Zeit sorgte seine recht ausgefallene Definition von "traditional Taijiquan" für Aufsehen.

Die umfängliche Zahl von Kritikpunkten, die den Centern, ihrer Association und Yang Jun persönlich vorgehalten werden, wurden ausführlich bereits an anderer Stelle diskutiert und erläutert. Die Kritisierten sind jedoch bisher nicht gerade durch Korrekturen der Irrlehren aufgefallen und es ist fraglich, ob dies bei dem vehementen "Durchregieren" des Meisters Yang Jun überhaupt möglich wäre. In letzter Konsequenz bliebe auch recht wenig, denn die Kritik umfasst so gut wie alle Bereiche ihres "Glaubensbekenntnisses".

1.3.) Abgrenzbarkeit von spirituellen Gruppierungen

Seit Meister Yang Juns Esoguru-Webauftritt, den jüngsten Presse-Berichten und sein Youtube-Clip zum "Traditional Yang-Family-Taijiquan (https://www.youtube.com/watch?v=eUg7sa3oYME)" stehen Beispiele für das fernöstliche Sektierertum wieder im Raum. Den Begriff "Tai-Chi-Sekte" oder "Qigong-Sekte" empfinden viele als abwertend. Im Folgenden wird er jedoch neutral benutzt (vgl Duden-Definition: "kleinere Gemeinschaft, die in meist radikaler, einseitiger Weise bestimmte Ideologien oder religionsähnliche Grundsätze vertritt, die nicht den ethischen Grundwerten der Gesellschaft entsprechen").

Es wird oft gefllissentlich außer acht gelassen, dass Taijiquan und Qigong generell als taoistische Heilslehren eingestuft werden. Die Übe-Systeme weisen philosophisch, historisch und thematisch Bezüge zu Sekten und Sektierertum auf und sind somit esoterisch ausgerichtet. Sollte dies auch heute noch bei manchen die "Verbände-DNA" bilden? In der Tat spricht vieles dafür - man denke nur an die verbreitete Ablehnung von wissenschaftlicher Forschung und Eigenständigkeit und an das Zurückziehen in Elfenbeintürme. Dort gilt der traditionell-esoterische Wushu-Moralkodex (Wu-De). Vgl. Artikel-Review "Yang Zhenduos Kultur-Codex).

1.4.) Praktische Multimedia-Belege: Kommentierte Yang-Family-Dossiers: Yang Chengfu Center Traditional Tai Chi / Traditionelles Tai Chi

2.) Berufsbilder: Download-Tipp: Multimedia-Dossiers Yang-Stil-Taijiquan

Berufsbilder und Weltanschauungen der deutschen Taiji-Qigong-Szene sind höchst uneinheitlich. Auch gibt es keine einheitlichen Qualitätskriterien. Die allgemeine Globalisierung erleichtert auch Scharlatanerie und Sektentum. Aufgrund immer wiederkehrender Fragen aus der Taiji-Qigong-Szene Deutschlands fasst der Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. (DTB) die allgemeine Verunsicherung zusammen. Erklärt werden das Profil, das Selbstverständnis und die Denkweise des chinesischen Meisters Yang Jun (s. Esoguru.com) am Zitaten seiner Center in Köln und Berlin sowie ihrer Affiliated Schools in Kiel und Siegen. Vom DTB und etlichen anderen Verbänden sind sie nicht anerkannt. Ihr inszeniert-pompöses Auftreten erscheint vielen "quasi-religiös" und beruht auf esoterisch-intransparenter Tradition. Es ist schwer abgrenzbar von Glaubensgemeinschaften und sekten-artigen Gruppierungen. Berlin Köln Yang Chengfu Center.

Um mit ausländischen Tai-Chi-Verbänden angemessen umzugehen, muss man sie richtig einschätzen Sind es taoistisch-buddhistische Glaubensgemeinschaften mit Esoterik-Folklore oder sind sie orientiert an Forschung und überprüfbaren Fakten? Wie definieren sie sich selbst? Was sind ihre Kern-Behauptungen? Woher beziehen sie ihre Informationen?  Was steckt hinter ihren Botschaften? Ist Yang-Family-Tai-Chi-Chuan eine Heilslehre?

Im Tai Chi und Qigong gibt es weltweit zahlreiche Verbände, Vereinigungen und Gruppierungen. Man sollte sie jedoch nicht alle pauschal der Erwachsenenbildung oder der Gesundheitsbildung zurechnen. Besonders diejenigen Schulen und Lehrer, die Mitglied in ausländischen Organisationen sind, sollte man kritisch hinterfragen. So arbeiten Associations chinesischer Meister in der Regel nach fernöstlicher Weltanschauung, deren Esoterik und Tradition mit Standards westlicher Erwachsenenbildung unvereinbar sind.

Um diese recht komplexen und schwer durchschaubaren Mechanismen zu verstehen, unterscheidet der DTB e. V. zwischen zwei grundsätzlichen Lehrer-Typen mit diametral entgegengesetzten Denkweisen. Die "quasi-religiösen" mit einem "geschlossenen Weltbild" (IA und Yang Chengfu Center) tendieren zu esoterisch-traditionellen Verbänden und die "Liberalen" mit einem "offenen Weltbild" (DTB e. V.) gehören zu Verbänden, die auf der Basis westlicher Erwachsenenbildung arbeiten. Erstere übernehmen ihre Überzeugungen einseitig aus überlieferten Mantras ihrer östlichen Lehrmeister während letztere offener sind für Forschung und Faktencheck aus übergeordneter, ganzheitlicher Perspektive. Jeder Lehrende sollte sich über seine Perspektive und seine wirklichen Ziele klar werden. Er sollte seine Mentalität und sein Berufsbild klar zuordnen zu entweder "geschlossen" oder "offen".

Eigentlich bräuchte es Probleme zwischen diesen beiden Lagern nicht geben - doch in der Praxis entstehen sie rasch. Zum einen weisen Yang Chengfu Center nicht ihr Selbstverstnis als Glaubensgruppierung mit Überzeugungen hin und zum anderen sind sie auch auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung tätig - und damit einem Bereich, ein offenes Weltbildes voraussetzt. Darüberhinaus suggeriert Yang Juns Slogan für das letzte Tai Chi Symposium "through the lens of science" ein solches offenes Weltbild (!).

Diese Dichotomie mag manchem als eine übertriebene Zuspitzung erscheinen - aber sie erfüllt ihren Zweck und spart darüber hinaus viel Energie: Angesichts der zahlreichen Irrtümer in der Taiji-Qigong-Szene bemüht sich der DTB um eine Klärung auf Grundlage von Forschung und Faktencheck, um das Fachwissen zu erweitern und Vorurteile abzubauen. Diese Überzeugungsarbeit geschieht auf der Basis von Ideologie-Freiheit / weltanschaulicher Neutralität und ist in der Regel sehr aufwendig, mühevoll und langwierig. Verbände und Schulen mit einem geschlossenen Weltbild wollen all dies nicht und entsprechende Versuche wären Zeitverschwendung. Der DTB respektiert ihren Glauben und ihre "Quasi-Religiosität". Er möchte damit jedoch nicht verwechselt werden und kritisiert ledigllich, dass der klärenden Unterscheidbarkeit von Fakten und Fiktiionen keine ausreichende Priorität zuerkannt wird.

Yang Chengfu Center: Neue Vorgaben für die Lehrer-Ausbildung

Bekanntlich ist das erst kürzlich entwickelte "Qualified Instructor Certification Program(QICP)" nun schon wieder aus dem Verkehr gezogen und wird nicht weiter benutzt. Die Verwaltungsstruktur wurde erneut geändert. Die Reorganisation gilt ab 2017. Die Verantwortlichkeiten sind neu geregelt: Das Exekutiv-Komitee besteht aus dem Präsidenten und vier Vize-Präsidenten. Die abgeänderten Voraussetzungen und Prozeduren für die Lehrer-Ausbildung der Association sind das Ergebnis der gemachten Erfahrungen mit dem erloschenen QICP und dem "Teachers Training Methods 1-Camp (TTM -1 Camp)" des letzten Sommers. Es wurde nun unter dem Vorsitz und Führung von Großmeister Yang Jun ein großangelegtes Regelwerk erstellt, das die Voraussetzungen für Lehrtätigkeit in der Association festlegt. "Quelle: http://yangfamilytaichi.com/articles/wp-content/uploads/2016/12/2017-instructor-requirements.pdf).

 

3.) Schulgründung / Existenzgründung

Auf dieser Spezial-Seite geht es um eine Untergruppe von Anfragen wie "Soll ich ein Yang Chengfu Tai Chi Center gründen bzw. dort Mitglied werden"?

Dr. Langhoff: Warum ich kein Yang Chengfu Tai Chi Center gründete

Seit Ende der sechziger Jahre, also bereits fast fünfzig Jahre bin ich fasziniert von den unterschiedlichen Denkweisen des Ostens und des Westens - besonders im Bereich östlicher Meditationsarten, Kampfkünste und Gesundheitsübungen. Während Schüler damit oft gut klarkommen, trifft dies für Lehrende nur bedingt zu. Von ihnen wird Offenheit und Aufrichtigkeit und Verantwortungsbewußtsein gegenüber ihren Schülern erwartet. Östliche Esoterik-Traditionen und westliche ideologie-freie Erwachsenenbildung zu ver binden gleicht einem Spagat oder der sprichwörtlichen Quadratur des Kreises.>

Ich persönlich hatte damit zunächst wenig Probleme und auch nur wenige Berührungspunkte, weil meine östlichen Lehrmeister nicht versuchten, mich "vor ihren Karren zu spannen", d. h. von mir wurde weder Gehorsam noch Loyalität eingefordert, sodaß ich meine Forschungen, Faktencheck und Wahrheitssuche ungehindert nachgehen konnte.

Das änderte sich als Yang Zhenduo und sein Enkel Yang Jun 1998 die "International Yang Style Tai Chi Chuan Association" gründeten. Deren Schulen sollten "Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center" heißen - und auch ich sollte eine solche in Deutschland gründen und leiten. Genauer gesagt, sollte das seit 1988 bestehende Tai Chi Zentrum Hamburg e. V. ein solches Center werden. Bereits damals war mir klar, dass eine Mitgliedschaft in einem ausländischen Verband große Risiken barg. Auch behagte mir die grundsätzlich lobbyistische Ausrichtung nicht wirklich, denn mir ging es um wert-neutrale Forschung. Gerade diese zeigte mir schon nach kurzer aber intensiver Recherche, dass die IA-Statements nicht der Wahrheit entsprachen und aus der Vergangenheit viele Irrlehren übernommen worden waren. Kurzum, ich habe die Gründung eines deutschen Yang Chengfu Centers abgelehnt.

Dies geschah auch vor dem Hintergrund, dass wir bereits 1996 den Deutschen Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. gegründet hatten und eng mit Institutionen der Gesundheitsbildung und der Erwachsenenbildung kooperierten. Auch diesen wäre eine esoterisch-traditiionelle Weltanschauung nicht zu vermitteln gewesen.

DTB hilft bei Fragen der Existenzgründung

Wer chinesische Übesysteme wie Qigong oder Tai Chi erlernt, tut dies anfänglich oft, um seine eigene Gesundheit und seine Innere Kraft zu stärken. Er ist von den Prinzipien der "Inneren Kampfkunst" fasziniert und möchte all dies häufig auch an andere Menschen weitergeben. Doch was ist zu beachten auf dem Weg der Lehrerausbildung und der Gründung einer eigenen Schule? Wer hier - insbesondere im Falle einer Existenzgründung - Fehler begeht und falsche Entscheidungen fällt, hat darunter oft lange zu leiden, denn mit einer schlichten Korrektur ist es oft nicht getan. Auch ich habe diesen Weg vor fast fünfzig Jahren betreten - mit dem berühmten "ersten Schritt". Dazu gehören viele Sackgassen und Fehler, von denen mir glücklicherweise aber viele erspart blieben. Hier möchte ich in einem übgeordnetem Thema meine eigenen Erfahrungen einbringen und es dadurch anschaulich und praktisch gestalten, damit auch Laien daraus Lehren ziehen können.

 

Soll ich ein Yang Chengfu Tai Chi Center gründen bzw. dort Mitglied werden?

Als Dachverband mit weltanschaulicher Neutralität hilft der DTB auch Lehrern, die eine eigene Schule gründen wollen, bei diesem wichtigen Schritt, bei dem man so vieles falsch machen kann. Dr. Langhoff und sein Team beraten gern individuell per Mail und telefonisch. Auch auf den Seminaren der Lehrerausbildungen wird dieser heikle Bereich stets gründlich behandelt. Letztlich geht es um Übergeordnetes wie Transparenz und Sekten-Abgrenzung. Die rege Nachfrage zeigt, wie groß der Bedarf ist. Zahlreiche Anfragen von Existenzgründern betreffen den Komplex "Yang Chengfu Tai Chi Center" und "International Association". DTB-Stellungnahmen dazu sind durchweg kritisch. Insbesondere wenn der Schulgründer-in-Spe später auch Lehrerausbildungen plant, rät der DTB von einer Mitgliedschaft ab und rät eher zum Befolgen der gängigen Standards der westlichen Erwachsenenbildung. All dies sollte man wissen. Seminare und Unterricht von Yang Jun, seinen Centern/ Schulen, deren Direktoren oder kooperierender Träger werden von deutschen Verbänden oft nicht anerkannt. Wer offizielle Akkreditierung und Zertifizierung plant, sollte sich unbedingt im Vorwege kundig machen. Im Nachhinein ist dies nur durch kosten-intensive Nach-Schulung möglich.

 

Den Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. erreichen immer wieder Anfragen zum Thema "Lehrer werden / Existenzgründung". Dabei geht es häufig um allgemeine Fragen zum Thema "Wie gründe ich eine eigene Schule und welche Lehrerausbildung benötige ich dafür". Tiefergehende Anfragen drehen sich um das Thema "Sollte ich dafür Mitglied in einem Verband werden und wenn ja in welchem"?

Bekanntlich distanziert sich der DTB sowohl von den Yang Chengfu Centern als auch von ihrer ausländischen Dachorganisation International Association. Daher ist es bemerkenswert, dass es zu solchen Anfragen an den DTB kommt - es läßt auf gewisse Zweifel schließen und in der Tat ist die Verunsicherung in der schillernden Taiji-Qigong-Szene beträchtlich.

Gerade diejenigen, die eine Lehrerausbildung absolvieren und eine eigene Schule gründen möchten, sollten einen kritischen Blick "hinter die Kulissen" werfen und den Theaterdonner des weltweiten Werbe-Rummels durchschauen.

Es soll hier vorrangig um allgemeine Ratschläge gehen, denn im Einzelfall werden stets die persönlichen Faktoren den Ausschlag geben. Grundsätzlich gilt: Eine Mitgliedschaft in einer nicht-deutschen Organisation ist immer problematisch - und dies um so mehr, wenn sie esoterisch-traditionell Denkweisen einfordert. Daher sollte man sich vor einem Online-Klick auf "Become a Member" gründlich über die möglichen Weiterungen informieren - z. B. beim DTB. Dieser arbeitet ideologie-frei und hat im Laufe der Zeit in mühevoller Kleinarbeit Multimedia-Dossiers erstellt, um für jeden Punkt Faktencheck zu dokumentieren und seine Thesen zu belegen. Quelle: Kommentierte Rezensionen der DTB-Clearing-Stelle Yang Family Tai Chi Chuan.

 

Yang Chengfu Tai Chi Center gründen? Affiliate School gründen? Mitglied werden?

Wer Lehrer des sogenannten "Yang-Family-Tai-Chi-Chuan" werden und eine eigene Schule betreiben will, sollte sich frühzeitig genau über die ebenso uneinheitliche wie intransparente Anbieter-Landschaft informieren. Welcher Verband ist der führende, tonangebende Zusammenschluss und wird er durch unabhängige Dritte überprüft? Auch sollte sich jeder Lehrer-in-spe sich über seine eigene Mentalität im klaren sein - insbesondere, wenn er plant, sich chinesischen Lehrmeistern und deren ausländischen Organisationen anzuschließen. Deren esoterisch-traditionelle Werte-Ordnung ist vielen Westlern fremd. Insbesondere Yang Chengfus geschlossenes Weltbild erweist sich unvereinbar mit westlicher Erwachsenenbildung.>

Wer zu solchen "quasi-religiöser" Gruppierungen gehört, sieht sich tagtäglich einem Spannungsfeld zwischen östlicher und westlicher Weltanschauung ausgesetzt.  Damit wiederum sind viele Weiterungen und Konsequenzen vermacht, die man besser im Vorwege klar durchdenken und abwägen sollte. Was nicht jeder gleich erkennt: Mitglieder ausländischer Organisationen wie Yang Juns "International Association" werden es in Deutschland möglicherweise schwerer haben, von deutschen Verbänden wie dem Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. DTB aufgenommen zu werden. Und falls sie selber Lehrer-Ausbildungen durchführen wollen, ist es durchaus möglich, dass sich ihre Abhängigkeit von ausländischen Lobby-Verbänden dabei negativ auswirkt.

Yang Chengfu Tai Chi Center - Mitglied werden und Seminare besuchen?

Wer Yang-Jun-Seminare besucht und die Schulleiter und andere Praktizierende kennenlernt, spielt vielleicht mit dem Gedanken, selbst der IA beizutreten und eine Schule zu gründen. Auch ich hatte nach dem Kennenlernen von Yang Zhenduo und nach seinen Seminaren den Wunsch "dazu zu gehören", doch ich habe schnell erkannt, dass dies ein Schritt weg aus der Realität westlicher Erwachsenenbildung hin zu einem Eintauchen in eine Parallelwelt sein würde, deren "Uhren anders ticken". >

EinEinige wenige Kollegen von mir hatten noffenbar solche Bedenken nicht und haben später Yang ChengfuTai Chi Center oder Affiliated Schools gegründet. Sie folgen daher m. E. nicht mehr unseren westlichen Standards der Erwachsenenbildung sondern arbeiten auf esoterisch-traditioneller Grundlage ihrer chinesischen Meister.

Man sollte auch wissen, dass der Sitz der IA nicht in Deutschland ist sondern in Seattle USA und dass der Vorsitzende Meister Yang Jun sich immer nur für wenige Tage im Jahr in Deutschland aufhält. Chinesisch geprägte Verbände lassen ihren Mitgliedern grundsätzlich weniger Freiraum und weniger Möglichkeiten für eigene Entscheidungen. Hinzu kommen Hierarchien und fremder Kultur-Kodex, der leicht zu Mißverständnissen führen kann. Während Austritte bzw. Kündigung der Mitgliedschaft bei deutschen Verbänden zur Normalität gehören, sind sie bei ausländischen Organisationen unter Umständen sehr problematisch.

 

 

4.) FAQ-UPdate: Offiziell autorisierte Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center Köln Berlin

FAQ: Sind die Center isoliert in der deutschen Verbandslandschaft?

Offenbar ja - zumindest liegen dem DTB keine Erkenntnisse vor bzgl. Kooperationen von Yang Chengfu Centern und deutschen Verbänden. Etliche distanzieren sich auch von den Centern und möchten so der Gefahr einer Verwechslung entgegenwirken. Insbesondere dem DTB und seiner bundesweiten Schule, das Tai Chi Zentrum Hamburg e. V, welches ja 1994 Yang Zhenduo und Yang Jun nach Hamburg eingeladen hatte, damit sie ihre Anschauungen darstellen konnten ist an einer klaren Abgrenzung gelegen. Verwirrend ist der Umstand, dass sich manche Schulen aus dem Center-Umfeld auch "Tai Chi Zentrum" nennen, ohne jedoch Mitglied der Gemeinschaft zu sein oder deren Standards zu befolgen!

FAQ: Verwechslungsgefahren

Die esoterisch-traditionelle Ausrichtung mancher ausländischer Taiji-Organisationen wie Yang Juns "International Association" widerspricht den ideologie-freien DTB-Standards. Lehrer sollten daher IA und DTB nicht verwechseln. IA-Unterricht und Zertifikate rechnet der DTB nicht an. Achtung: Von Lehrern aus dem IA-Umfeld wird auch die offizielle Bezeichnung "Tai Chi Zentrum Lübeck" und "Tai Chi Zentrum Siegen" verwendet - dies ist mißverständlich, da keine Mitgliedschaft in der "Qualitätsgemeinschaft Tai Chi Zentrum" des DTB besteht oder je bestanden hat. Von all dem distanziert sich der DTB ausdrücklich. Der gemeinnützige Dachverband arbeitet seit seiner Gründung 1994 wissenschaftlich und ideologiefrei. Es werden keine Gebühren ins Ausland bezahlt.

FAQ: Unterricht Lehrgänge Berichte Feedback

FAQ: Prüfungen und Ranking, Urkunden, Stempel

FAQ: Kann ich nicht zugleich bei den Centern Unterricht nehmen und beim DTB?

Doch, das gibt es immer wieder. Man sollte sich indes fragen, ob dies sinnvoll ist und warum man das eigentlich tut. Es sollte jedenfalls nicht aus Unkenntnis der Unterschiede geschehen - der Lehrer würde dann "zwischen den Stühlen sitzen" und nirgends anerkannt sein. Wer absichtlich zweigleisig fährt, hat zumeist vor, billig und bequem den DTB-Service wie Kassen-Zertifizierung, ZPP-Stundenbilder und den Fundus der DTB-Clearing-Stelle "Yang-Family-Taijiquan" zu nutzen. Das ist zwar egoistisch aber es zeigt auch, wie unzufrieden etliche mit den eingeschränkten IA-Infos sind. Übergeordnet zeigt es auch die immensen Vorteile eines "offenen Weltbildes" gegenüber einem "geschlossenen Weltbild".

FAQ: Dürfen die Center überhaupt Lehrer ausbilden?

Selbstverständlich - zudem gibt es in Deutschland ohnehin weder allgemeingültige Vorschriften noch Standards. Auch ein verbindliches Berufsbild fehlt bislang. Der DTB bemängelt jedoch, dass weder über das "geschlossene Weltbild" noch über die Implikationen aufgeklärt wird. Man spricht zwar - z. B. auf den Symposien - von "openess" und "Science", doch die überkommenen Irrlehren wurden bislang nicht korrigiert. Zudem wird das Einhalten des chinesischen "Kultur-Kodex" erwartet. Auch stellen die ausbildenden Center ihre Überzeugungen als gesichert dar - was sie nach der Faktenlage jedoch nicht immer sind.

FAQ: Warum der Name?

In der Tat ist der Bezug auf Yang Chengfu ziemlich unprofessionell angesichts der vielfältigen Kritik von Experten. Center und Schulen - ja Yang Jun und seine Association - haben durch diese rückwärts gerichtete Festlegung kaum den geringsten Spielraum an Weiterentwicklung. Eine für Forschung und Lehre notwendige Korrektur von Irrlehren wird so erheblich erschwert.

FAQ: Haben Yang Chengfu Center quasi-religiöse Überzeugungen?

Das wird der DTB oft gefragt. Die Center sind schwerlich eine übergeordnete Anlaufstelle für den ernsthaft Interessierten, denn er findet dort ja keine neutrale, mit Fakten-Check überprüfte Informationen zu "Yang-Family-Taichichuan" oder "International Yang Family Tai Chi Chuan Association". Es fehlt bei deren Fans des öfteren das offene, unvoreingenommene Denkmuster westlicher Erwachsenenbildung. Gerade bei der Lektüre in den Sozial-Medien sollte man darauf achten. Zahlreiche Multi-Media-Dossiers gibt es kostenlos beim DTB.

FAQ: Yang Chengfu Tai Chi Center - Stellungnahmen wären hilfreich

Angesichts der gewichtigen Kritiken zu Behauptungen der Yang Chengfu Center gerade im deutschsprachigen Raum erscheint es überraschend, dass die Schulleiter der Kölner und Berliner Zentren dazu nicht Stellung beziehen. Es wäre es ja durchaus hilfreich und aufschlussreich zu erfahren, wie sie ihre Sicht der Dinge belegen statt nur die Statements ihrer Dachorganisation zu wiederholen.

4.1.

International Yang Family Taijiquan Association oder mehrere Assos

Die Dachorganisation unserer Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan-Center wurde 1999 gegründet und heißt "International Yang Family Taijiquan Association". Dass sie zugleich mit einem zweiten Namen "International Yang Style Taijiquan Association" heißt, ist uns zwar nicht unbekannt, aber es stört uns nicht. Man kann sehr wohl zugleich für die Yang-Familie sprechen und für den Yang-Stil allgemein. Auch dass es von einem anderen Familien-Clan eine konkurrierende viel ältere Organisation mit einer anderen "Yang Familienform" gibt, ist uns nicht unbekannt. Diese "International Tai Chi Chuan Association (ITCCA)" wird von Meister Chu Kinghung geleitet.

4.2.

Yang-Family-Tai-Chi

Es gibt zwei Arten von Yang-Stil in der Familie Yang: Das traditionelle und das veränderte, an die Bedürfnisse der heutigen Zeit angepasste. Die Yang Chengfu Center lehren das Tai Chi in der Ausprägung von Yang Chengfu. Unsere Lehrer Yang Zhenduo und Yang Jun sagen, es wäre nicht das moderne sondern das der Familientradition. Sie sind die offiziellen Sprecher ihrer Familie und wir haben keinen Anlass zu glauben, es gäbe noch andere konkurrierende Linienhalter. Yang Chengfu hat Yang Zhenduo die von seinem Vater Yang Chienhou übernommene traditionelle Tai-Chi-Form beigebracht und er hat sie, wie es die Tradition erfordert, an seinen Sohn Yang Daofang und seinen Enkel Yang Jun weitergegeben. Somit haben wir keinen Anlass an der direkten Generationenfolge zu zweifeln. Diese Langform ist das, was in der Familie betrieben wird. Änderungen in der Familienform gibt es nicht. Siehe den Exkurs Ausbildung Tai Chi Frankfurt Hessen. Siehe auch Yang Family Yang Daofang sowie Yang Jun / Yang Daofang.

4.3.

Mit der Benennung der Center wollen wir Meister Yang Chengfu ehren und sein Andenken hochhalten. Sein Vermächtnis bildet unsere Leitlinie. Seine Aussagen sind korrekt, enthalten keine Fehler und müssen daher nicht hinterfragt werden. So ist etwa seine aus den klassischen Taiji-Schriften entnommenes Urteil, Tai Chi sei neben Bagua und Xingyi die einzgie Innere Kampfkunst und alle anderen Kampfkünste taugten zu nichts, kein Vorurteil sondern entspricht der Wahrheit. Forschung darüber ist unnötig und kann unsere Überzeugung nicht ändern. Seinen Moralkodex befolgen wir uneingeschränkt. Es stimmt nicht, dass er selbst gegen seine Maximen verstoßen hat, als er die anderen Schulen irrelevant und unnütz beschrieb.

 Tai Chi Prinzipien

Wir nutzen Yang Chengfus Prinzipien. Diese machen unsere Kampfkunst besser und effektiver als die anderen, die man als "äußere" bezeichnet. Sie benutzen keine Innere Kraft sondern nur äußere, die nichts besonderes ist. (DTB-Zitate dazu hier www.prinzipien.tai-chi-verband.de/ Eine Einführung des Dachverbandes).

 

5.)  Yang-Familie

Die Yang-Familie und ihre unterschiedlichen Organisationen

Wichtig zu wissen: Es gibt es in Deutschland zwei konkurrierende Associations der Yang-Familie: Die ältere ITCCA von Yang Shouchung/ Chu Kinghung mit Sitz in London und die neuere IA von Yang Zhenduo/ Yang Jun mit Sitz in Seattle. Die Gemeinsamkeiten zwischen den konkurrierenden Familien-Clans sind gering, denn sie sind zerstritten und örtlich getrennt. Ihre Kernaussage gleicht sich - so beanspruchen beide das "traditionelle Familien-Tai-Chi-Chuan" und beanspruchen, autorisiert für DIE FAMILIE YANG zu sprechen. Doch handelt es sich keinesfalls um dieselbe Taiji-Form und beide Clans haben unterschiedliche offizielle Linienhalter, die sich gegenseitig nicht anerkennen. Auch die Wertung und Einhordnung der Haupt-Vertreter der früheren Generationen ist völlig unterschiedlich. Man könnte fast glauben, es handele sich um zwei völlig unterschiedliche Familien. Angesichts der diametral entgegengesetzten Positionen bekommt ihr gemeinsamer Bezug auf das "Traditional Yang Family Taijiquan" eine signifikante Bedeutung.

WUDE: Traditionelle Kultur des Wushu - Auffassung von Jan

Wir bekennen uns ausdrücklich zur "traditionellen Kultur" des Wushu. Dazu gehören auch Gehorsam und Loyalität gegenüber Yang Zhenduo und Yang Jun. Zu der mittleren Generation haben wir keine Meinung, weil uns dazu nichts gesagt wurde, außer dass die Tradition von Generation zu Generation weiterlief. Dass der älteste Yang-Chengfu-Sohn Yang Shouchung in seiner Hongkonger Schule gar nicht die Form seines Vaters unterrichtete sondern eine, die er als "traditionelles Yang-Familien-Tai-Chi" bezeichnete, ist den Verlautbarungen unserer Lehrer nicht zu entnehmen und daher für uns irrelevant.

Another area of the Foundation’s mission is the awareness of traditional Tai Chi Chuan culture. This includes education in traditional customs, rituals, morals, and protocols for teachers and students that have historically been part of traditional Chinese martial arts. In modern society, some teachers and students are not aware of these special traditions. The Foundation offers teachers knowledge of these cultural traditions so that teachers can pass them on to students if they choose. 

 

6.) Exkurs: Deutsche Organisationen / Verbände

Zwar ist ein großer Teil der Lehrenden und Praktizierenden nicht dauerhaft in Verbänden organisiert , aber natürlich agieren sie dennoch nicht im "luftleeren Raum". Auch durch Netzwerke, Medien, Austausch oder sonstige Kontakte werden Denkweisen und Anschauungen verbreitet. Diese könnten unterschiedlicher kaum sein und dies hat zu einer beträchtlichen Verunsicherung geführt. Zudem gibt es weder ein einheitliches Berufsbild noch eine einheitliche Lehrerausbildung. Obwohl überprüfbare Standards eigentlich von vielen gewollt sind, bleiben sie sicherlich auf für die Zukunft reine Utopie. Der Hauptgrund: Es existiert ein beträchtliches Lagerdenken zwischen zwei Lehrer-Kategorien mit diametral entgegengesetzten Denkweisen.

Es geht um die Zugehörigkeit zu Verbänden und der Frage, wer eigentlich welchen Verband wählt und warum. Klar ist dabei auch, dass viele Lehrende in keinem Verband organisiert sind. Der DTB hat insofern eine bemerkenswerte Sonderrolle insofern als man für Seminare auch eine Kurzzeitmitgliedschaft beantragen kann, die automatisch erlischt und keinerlei Konsequenzen nach sich zieht. Dabei ist es der Normalfall , dass sich deutsche Lehrer einem deutschen Verband beitreten. Man erwartet zu recht, dass ein deutscher Verband sich mit den Gegebenheiten hierzulande auskennt und die beste Hilfestellung bieten kann. Hier zeigen DTB-Umfragen eine extrem hohe Zufriedenheit mit dem DTB-Service. Und es spricht für sich, dass auch Mitglieder anderer Verbände oft diesen DTB-Service erfolgreich nutzen. Dazu gehören auch Lehrende aus dem "Yang-Jun-Umfeld"

Der DTB möchte nicht verwechselt werden mit anderen Verbänden mit östlichen Weltanschauungen. Davon grenzt er sich nachdrücklich ab, denn für Verbände wäre es fatal, in ihrem "inneren Kompass" nicht verstanden zu werden - ihre "Corporate Identity" muss prägnant erkennbar und unverwechselbar sein. Nur so kann Glaubwürdigkeit entstehen.

Der DTB möchte bei gegenteiligen Standpunkten gern mit Sach-Argumentationen überzeugen, aber er respektiert auch, wenn dies von Lehrenden mit "geschlossenen Weltanschauungen" nicht gewünscht wird. Daher der übergreifende DTB-Standpunkt: Ziel verantwortungsvoller Verbände sollte es sein, in der "Taiji-Qigong-Landschaft" an einer eindeutigen Zweiteilung mitzuarbeiten - jeder sollte imstande sein, seinen Lehrer zwischen den beiden Polen esoterisch oder wissenschaftlich einzuordnen. Der DTB wirbt für eine klare Zweiteilung in "geschlossene Weltsicht und offene Weltsicht". Diese Modi für Kommunikation sollen nicht als Wertung verstanden werden. Auch östliche Organisationen, Schulen und Lehrer mit "geschlossener Weltsicht" sollten respektiert werden - Argumente und Nachprüfbarkeit/ Faktencheck haben in ihrer "quasi-religiösen2 Welt jedoch einen geringeren Stellenwert. Was wegfällt, ist dadurch die gemeinsame Basis von Faktencheck, Wissenschaft und westlichen Standards der Erwachsenenbildung.

Den Methodik-Rahmen bildet westliche Lehrerausbildung und der Hauptgrund ist die bestehende Verwechslungsgefahr. Zwar könnten die Ansätze beider Verbände unterschiedlicher nicht sein, doch viele bemerken dies nicht - und viele "Trittbrettfahrer" wollen es auch nicht bemerken, da ihnen ihre "Doppelgleisigkeit" Vorteile bietet. Besonders Lehrer, die Seminare beider Verbände absolvieren, mischen des öfteren in ihrem Unterricht fernöstliche Esoterik und objektive Wissenschaft. Sie tragen dies auch in die Öffentlichkeit - z. B. durch Lebenslauf, Zertifikate und Lineage. Etliche Schulen aus dem "IA-Umfeld" fördern die Verwechslungsgefahr zudem dadurch, dass sie sich "Tai-Chi-Zentrum" nennen.

Was ist der Grund für Verwechslungen? Mit beiden Verbänden wird die Yang-Family und insbesondere die Meister Yang Chengfu (3. Generation), Yang Zhenduo (4. Generation) und Yang Jun (6. Generation) assoziiert.

Der DTB hat daher ein berechtigtes Interesse an nachhaltiger Aufklärung darüber, dass er nach westlichen ideologie-freien Standards der Erwachsenenbildung arbeitet und Yang Juns Zweig der Yang-Familie nach traditionell-esoterischen Werten und Prinzipien. Beide Ansätze sind unvereinbar und ein Mischen unterminiert und verwässert die doch so wichtige Qualitätssicherung - etwa in der Zusammenarbeit mit Krankenkassen und im Reha-Bereich.

7.)  Profil-AK zur Abgrenzung zu den Yang Cengfu Centern und deren ausländischen Standards

Der DTB-Arbeitskreis  "Post-Truth-Socialmedia" wurde um die Profil-Analyse erweitert und ist jetzt Teil der "Dt. Clearing-Stelle Yang-Family-Taijiquan".

Wie sehen sich die Center selber sehen und wie weicht dies von der Fremdwahrnehmung ab - und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für ihre Einstufung und Stellung? Bei Center-Profilen kann man unschwer recht unterschiedliche Anteile herausarbeiten. Gering ausgeprägt ist der wissenschaftliche Anteil bzw. das Primat der Fakten-Treue. Gut erkennbar als "Dreh- und Angelpunkt der Corporate Identity" ist naturgemäß der überlieferte Wude-Moralkodex des traditionellen chinesischen Wushu mit Loyalität und Gehorsam insbesondere hinsichtlich des Ranking-Systems. Der umfassende Yang-Jun-Personenkult mit Esoguru-Webauftritt und Zeremonien appelliert wohl am stärksten an die Neugier möglicher Interessenten - z. B. bei den Yang Jun Seminaren. Dies kann man wohl am besten dem Thema "Lebenshilfe" und all seinen Auswüchsen zuordnen. Leider haben ja Kulte und neue Glaubenssysteme auf daoistisch-buddhistischer Grundlage mittlerweile auch hierzulande einen tiefgrauen Markt geschaffen. Ein Aufdecken solcher Negativ-Erscheinungen belastet die sachliche Auseinandersetzung beträchtlich - so urteilen viele Beobachter. Denn in der Eso-Szene mit ihren "Kampfkunst-Experten", Seelenfängern, Sekten und "Post-Truth-Socialmedia" wird kritisch-neutrale Weltanschauung schnell als Schlechtmachen abgetan. Entsprechend häufig stößt der ernsthaft Forschende auf Elfenbeintürme mit "den drei Affen - nichts sehen, nichts hören, nichts sagen". Quelle und weiterführende Literatur im Artikel "Post-Truth-Socialmedia" von Dr. Stephan Langhoff.

Krankenkassen-Zulassung

Signifikante Defizite bei Taijiquan-Qigong-Verbänden im Bereich Pädagogik / Didaktik. DTB-Projekt Zwischenprüfung soll Abhilfe schaffen: Ausbildung Tai Chi Göttingen.

 

 

Doku-Archiv-Nr 205: "Yang Chengfu Tai Chi Center", "International Association (IA)" und "Traditional Yang-Family-Taichichuan"

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