Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center * im Spiegel der Verbände

Die von Yang Zhenduo und Yang Jun schriftlich autorisierten Center zum Lehren des "Traditional Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan" sind vereinigt in der "International Yang Style Taijiquan Association". Doch diese ist auf Verbandsebene isoliert. Die in deren Satzungszielen verankerte angestrebte Kooperation mit anderen Martial-Arts-Verbänden ist mit Ausnahme der engen politischen Zusammenarbeit mit den Vertretern  der anderen Taiji-Familien offenbar nicht realisiert. Wo wäre je ein Center Mitglied irgendeines anderen Kampfkunst-Verbandes geworden? Die Center-Community hat - wie andere Glaubensgemeinschaften auch - den vermeintlichen Vorteil, es nicht nötig zu haben, sich mit lästigem Fakten-Check auseinander setzen zu müssen. Man könnte sich vollständig konzentrieren auf die von den "Spin-Doktoren des Seattle-Clans" vorgefertigte Verpackung der Heilslehre zum Wohle der Menschheit". Doch ausgerechnet hier  fremdelt ein Großteil der Community und Center basteln sich eigene, beliebige Identitäten nach dem New-Age-Motto "Taiji is what I want it to be". Dies erschwert wowohl Erkennbarkeit als auch Vergleichbarkeit und behindert damit Transparenz und Verbraucherschutz in der  ohnehin von Sektiertum gekennzeichneten Szene.

0. Yang Chengfu Tai Chi Center -

Yang Chengfu Tai Chi Center - Qualification and EU-Certification

The life's work of master Yang Chengfu (1883-1936) was the starting point of a worldwide development, which quickly developed its own momentum. Different schools and several organizations offer instruction. In particular, the variety of international associations has become more complex over time. Since faith communities have become more active, the lack of transparency has grown significantly. There are two recent developments in the so-called "Yang Family Tai Chi Chuan" - the DTB provides a comprehensive overview in an international context: Given the increasing flood of information, clear recognition of teachers, schools and associations has proven increasingly important. The new project of "EU certificates" can help. The experience gained with German health insurances and their funding according to the "Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP)" and their "Standardized Concepts". See our workgroup: The world-wide Yang Chengfu Taijiquan has established a new home in Europe - welcome to our international Tai Chi Forum - we seek contacts, exchanges and meetings. One of our priorities is the "Yang Style Basic Law, the Ten Principles of Yang Chengfu."

0. Yang Chengfu Tai Chi Center - ein Überblick

www.prinzipien.tai-chi-verband.de und kommentierte Tai Chi Prinzipien von Yang Chengfu

Vor einem Jahrhundert, in den Jahren um 1918, lehrte Yang Chengfu eine erste öffentliche Form seiner Familie in der Pekinger Gymnastik-Schule seines Wushu-Bruders Xu Yusheng. In diesem ersten "Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan-Center" der Geschichte handelte es sich aber keinesfalls um die Form-Variante, die heutzutage in Yang Juns "Yang-Chengfu-Taiji-Centern" unterrichtet und als "traditional Yang-Family-Routine" ausgegeben wird.

Aber dieses erste Center war die Keimzelle aller folgenden "Geschäftsmodelle und ein Jahrhundert später existieren zahlreiche, teilweise extrem unterschiedliche Formen des "Yang-Chengfu-Tai-Chi". Man denke nur an die "Cheng-Manching-Taiji-Form" oder die "Klassische Chu-Kinghung-Taiji-Form" der "International Tai Chi Chuan Association (ITCCA)". Letztere beansprucht genau wie Yang Jun, von der Yang-Familie autorisiert zu sein.

Altmeister Yang Chengfu hat ausschließlich die in seinen letzten Lebensjahren konzipierte Form-Variante als Optimum bezeichnet und als Standard empfohlen. Noch heute wird sie weltweit geschätzt und DTB-Experten prognostizieren eine weitere Zunahme und Verbreitung. Doch angesichts dieser Intransparenz von Standards, Berufsbildern und Ranking-Richtlinien der konkurrierenden Verbände rät der deutsche Zentralverband DTB Lehrern generell davon ab, ihre Schulen nach dem großen Standardisierer "Yang Chengfu Center" zu benennen.

Wer es dennoch tut, sollte schon aus Gründen der Fairness und des Verbraucherschutzes der DTB-Transparenz-Richtlinie folgen und sich klar distanzieren von verwechselbaren Angeboten ähnlich klingender Mitbewerber. Infrage kommen u. a. die Ia-Mitglieder. Ihr Angebot wird hier beschrieben. Es sollte jedem bekannt sein, der damit in Zusammenhang tritt.

Yang Chengfu Tai Chi Center

Das Lebenswerk des Altmeisters Yang Chengfu (1883-1936) war Ausgangspunkt einer weltweiten Entwicklung, die rasch eine Eigendynamik entfaltete. Vor 100 Jahren hatte er die "Traditional Yang-Family-Tai-Chi-Form" und ihre inneren Prinzipien als Erster stark vereinfacht und öffentlich gelehrt. Yang Juns "International Association" will das Andenken an Yang Chengfu bewahren. Sie ist der einzige offiziell von der gesamten Familie Yang autorisierte Verband. Nur Yang Jun und seine weltweiten Center bilden den legititimen Hort für das "Traditional Yang Family Taiji". Doch dieses Narrativ ist nur eine Illusion und die Mitgliederzahl ist durch massive Austritte in einer Dekade um zwei Drittel gesunken. Der DTB plädiert in seinem Artikel "The Yang-Chengfu-Center-Syndrome Explained" für die dringend nötige Anpassung und die geplante "EU-Zertifizierung".

Der Taiji-Qigong-Dachverband DTB ev erläutert sein bewährtes Korrektiv zu den "Yang-Chengfu Centern". Die Schulen vertreten weltweit die "Shanxi-Seattle-Mission" mit Yang Juns "Heilslehre zum Wohle der Menschheit". Dieser wird hier zunächst kurz vorgestellt, indem er Kern-Aussagen von Yang Jun zugrunde legt. Diese "Seattle-Deutung" ist in ihrer Gesamtheit jedoch nirgendwo kohärent dargestellt - man muß sich die Teile mühsam zusammensuchen. Nicht nur die Mitglieder sondern auch andere Verbände haben es schwer, sich ein zutreffendes Bild zu machen.

Hinter den Kulissen der Yang-Chengfu-Center-Seminare enthüllt DTB-Forschung nicht nur eine Art Franchise-Geschäftsmodell sondern auch ein komplexes "Yang-Jun-Narrativ", das seine Bestimmung aus Sicht seiner Vorfahren definiert. Das gleiche Muster hatte bereits Yang Chengfu benutzt in seinem angeblichen Gespräch mit seinem Großvater Yang Luchan.

Zu rückwärts-gewandten "Shanxi-Seattle-Deutung" bildet das DTB-Korrektiv seit langem einen ganz anderen zukunfts-orientierten Gegen-Entwurf zum Richtig Lernen und Lehren des Yang-Chengfu-Tai-Chi. Detail-Info: Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center, Schulen, Lehrer und ihr Dachverband "International Association".

Yang Chengfu Tai Chi Center - DTB-Sehweise

Yang-Sti-Taiji-Interessenten sahen sich schon immer mit einer großen Bandbreite unterschiedlicher Meinungen konfrontiert - ganz so, als handele es sich um unterschiedliche Stile. Die moderne Info-Flut hat dies nicht nur erheblich erweitert sondern zugleich die öffentliche Wahrnehmung - zumindes in den Social-Media - in eine bestimmte Richtung geleitet. In der deutschen Verbände-Szene etablieren sich zunehmend auch internationale Verbände mit zuvor nicht gekannten Botschaften. Als Glaubensgemeinschaften zählen für sie vor allem "gefühlte Fakten" der Esoterik-Folklore. Die Folgen sind vielfältig und lassen für die Zukunft wenig Gutes erwarten.

Die "Shanxi-Seattle-Mission" stößt bei Westlern oft auf Vorbehalte, sobald sie "hinter die Kulissen schauen". Denn Yang Juns "gefühlten Fakten" sind genau genommen unvereinbar mit den Standards unserer Erwachsenenbildung. Ähnlich verhält es sich bei anderen Taijiquan-Qigong-Verbänden mit östlicher rückwärts-gewandter Ideologie.

Zukunftsorientierten Lehrern biete die deutsche Bundesvereinigung DTB EV seit langem eine bewährte Alternative mit Fakten-Check und wissenschaftlicher, unvoreingenommener Forschung und Recherche. Der DTB unterstützt international Gruppen für Yang Chengfu Taijiquan und propagiert seit langem erfolgreich sein ganzheitliches Konzept des "Richtig Lernens und Lehrens" auf Basis westlicher Erwachsenenbildung. Der Verband empfiehlt, "aufzuwachen statt "des Kaisers neue Kleider zu spielen".

Das Center-Netzwerk www.yang-chengfu-tai-chi.net/ vereint zwei komplementäre Arbeitsweisen: Lokale Gruppen unter dem konzeptuellen Dach einer übergreifenden Online-Community. Die DTB-Experten haben ein aktuelles Center-Stundenbild mit aufschlußreichen Hintergrund-Informationen erarbeitet.

 

1.) Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center

Die um den gesamten Globus verbreiteten "Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan-Center" sind von der Yang-Familie schriftlich autorisiert, das "traditionelle Yang-Chengfu-Taijiquan" zu unterrichten.

Seit über 20 Jahren gibt es sogenannte "Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center", die von Yang Zhenduo und Yang Jun als Regional-Zentren schriftlich bestätigt sind. Allen Schulen ist gemeinsam, daß sie von den Meistern beauftragt sind zum Lehren des traditionellen Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan, wie es noch heute unverändert in der Familie Yang in China betrieben wird. Insofern vereinen die Regional-Zentren erstmalig in der Geschichte alle Familien-Clans. Man betreibt das traditionelle Yang-Taijiquan. Die Form ist als "traditionelle Form" in der ganzen Familie identisch und wurde ununterbrochen und unverfälscht in ihrer Gesamtheit von jeder Generation an die nächste weitergegeben.

Das Fundament des Unterrichts bilden die "Zehn Prinzipien". Dieses "Grundgesetz des Yang-Taijiquan" ließ Yang Chengfu erstmalig von seinen Schülern Chen Weiming und Cheng Manching in Worte fassen und veröffentlichen. Sie formulieren Richtlinien, die sicherstellen sollen, daß die "Yang-Chengfu-Form" als authentisches traditionelles Yang-Taijiquan praktiziert wird. Darüberhinaus werden in etlichen Schulen zunehmend "traditionelle Kurzformen" und Lockerungsübungen ins Curriculum aufgenommen. Abgerundet wird das Center-Curriculum durch Schwert-Form, Säbel-Form und ausgewählte Bereiche des "Tuishou (Push-Hands)".

In jeder der Schulen wird nach identischen Qualitätsstandards mit "Certified Instructors" unterrichtet, die sich regelmäßig fortbilden und mit speziellem Ranking in ihrem Fachwissen überprüft werden. Sie sind zugleich verantwortlich für die strikte Einhaltung des Moralkodex des Wude und des speziellen Kodex der Familie Yang.

DTB:

Indes folgen Center und Affiliates oft keineswegs dem Gesamt-Narrativ ihres Führers sondern entwickeln vielfach ganz eigene Interpretationen, indem sie grundlegende "Yang-Jun-DNA" weglassen und Eigenes hinzufügen. Doch ihre Alleingänge lassen ihren Großmeister "im Regen stehen". So haben letztlich viele Center eigene Korrektive geschaffen. Naturgemäß ist die Intransparenz durch diese Eigenmächtigkeiten bzw. Wissensmangel gewachsen.

Vom deutschen Dachverband DTB werden die Yang Chengfu Center Berlin (Johannes Mergner) und Yang Chengfu Center Köln (Frank grothstück) nicht anerkannt. Yang-Jun-Seminare können für Lehrerausbildung nicht angerechnet werden. Allerdings werden im Rahmen der EU-Zertifizierung künftig Möglichkeiten zur Nachschulung angeboten.

 

2.) "International Association"

Update: 2018 feiern sowohl Yang Juns "International Yang Family Tai Chi Chuan Association" als auch der DTB-Arbeitskreis "Yang-Chengfu-Center-Syndrom" ihr zwanzigjähriges Jubiläum. Der DTB stellt dazu die spannende Frage: Zieht die Association aus ihrem massiven Mitgliederschwund nun Konsequenzen und welche Auswirkungen entstehen darüberhinaus für die viel umfangreichere Community aller Varianten des Yang-Chengfu-Taijiquan? Online-Text hier: "International Yang Family Tai Chi Association".

Mithilfe der vor zwanzig Jahren gegründeten "International Association" haben sich Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan-Center weltweit etabliert als Regional-Zentren für Yang Juns Seminare über das "Traditional Yang Family Taijiquan".

Als einzig legitimierter "Yang-Chengfu-Taiji-Verband" vertritt die Vereinigung offiziell die Gesamt-Familie rund um den Globus. Der Verband ist auch anerkannt von Vertretern aller anderer Familien-Stile. Seine Satzung weist ihn als Kampfkunst-Vereinigung mit Wude-Kodex aus mit dem Ziel, das Lebenswerk Yang Chengfus zu bewahren und fortzuführen.

In diesem Jahre 2018 feiert die "International Yang Style Tai Chi Chuan Association"  mit Sitz in Seattle USA ihr zwanzigjahriges Bestehen. Auch bekannt unter dem Namen "International Yang Family Tai Chi Chuan Association" bildet sie den einzigen offiziellen Dachverband für die weltweiten "Yang-Chengfu-Center" und die "Affiliated Schools". Der Verband weist etwas ganz Besonderes auf, was vergleichbare Organisationen so nicht haben, denn er bildet ein zentrales "Zuhause für das Yang-Family-Taijiquan" und vertritt offiziell alle Clans der Gesamt-Familie.

Zu den Zielen der Association gehört die weltweite Verbreitung und Förderung des "Traditional Yang Family Tai Chi Chuan" und die engere Vernetzung zwischen den chinesischen Verbänden der Hauptstile des Taijiquan. Dazu wurden bislang zwei Tai-Chi-Symposien 2009 und 2014 abgehalten mit den Titeln "ONE Family" und "Directly From The Source". Ein weiteres Ziel ist die Kooperation mit anderen Kampfkunst-Verbänden.

DTB:

Die den Centern ursprünglich zugedachte Bestimmung als regionale Zentren für Seminare mit Yang Zhenduo oder Yang Jun erwies sich rasch als viel zu kurz gedacht - die "International Association" sollte als Dachorganisation übergreifend Ordnung in der Schülerschaft halten. Deren zugrundeliegende "Seattle-Deutung" forderte schon bald das ganze Talent der beiden "Spin-Doktoren". Sie setzten auf Wushu-Wude und wollten ihren Vorfahren beim Wiedersehen etwas vorweisen können. Ideologie-Freiheit und Fakten-Check fehlten vielen ihren Schülern. Ein gravierender Mitgliederschwund von fast 70 % innerhalt einer Dekade war ein klares Signal: Das "Yang-Chengfu-Center-Syndrom" war geboren.

 

3.) Die Werte-Community und ihre internationale Identität

Unter dem Dach der "International Association", dem einzigen von der Yang-Family legitimierten Verband, hat sich eine Werte-Gemeinschaft gebildet, die mit höchstem Wude-Moral-Kodex für ihre Heilslehre "zum Wohle der Menschheit" eintritt und über die begehrten Exklusiv-Rechte für das "Yang-Family-Tafelsilber" verfügt.

Die Internationale Yang-Jun-Gefolgschaft ist unter dem Dach der Association vereinigt. Diese Yang-Stilisten mit der "authentischen Form" bilden durch ihre Mitgliedschaft ein eng geknüpftes Band der Freundschaft und der Einheit. Diese Community weiß sich einzigartig in ihrer Identität durch eine Lehre, die sowohl daoistische Ideologie als auch historische Inhalte aufweist Dies hat es in dieser Kombination bislang nicht gegeben. In der Gemeinde ist die gesamte "Shanxi-Seattle-Deutung" im Detail bekannt und wird rückhaltlos unterstützt. Besonders Instruktoren bürgen nach Prüfung mit ihrer Unterschrift für ihre persönliche Integrität. Der Austausch untereinader ist eng. Zu den Medien gehören: Social Media, Journal, Connections und eine Fülle von Webseiten. Die Kommunikation erfolgt außer auf Seminaren zunehmend über Social-Media sowie über lokale Netzwerke mit Spezial-Themen.

Zwei Besonderheiten zeichnen die Bewegung aus: Ihre Dao-Heilslehre "zum Wohle der Menschheit" und der "traditionellen Yang-Stil, wie er noch heute den Standard der Yang-Family bildet.

Der Community gelten ihre Center als einzig legitimiertes Zuhause für authentische Überlieferung, welches zudem von den anderen Familienstilen offiziell anerkannt ist.

DTB:

Die mittlerweile um fast 70% geschrumpfte Community folgt als Glaubensgemeinschaft der "Seattle-Heilslehre2 und verbreitet sie weltweit "zum Wohle der Menschheit". Das grundlegende Credo ist u. a. auf esoguru.com beschrieben. Nichtwissen und "gefühlte Fakten" sind in der Center-Welt weit verbreitet. Hinzu kommt noch die New-Age-Motto "Tai Chi is what I want it to be". All dies erschwert nicht nur die sachliche Auseinandersetzung sondern führt in eine grundsätzlich falsche Richtung. Diese DTB-Einschätzung ist leicht belegbar und findet zunehmend mehr Aufmerksamkeit.

 

4.) Yang Zhenduo und Yang Jun - authorisierte Vertreter der Yang-Family, Gründerväter der Association und ihre Lehrmeister

Zusammengehalten wird die weltweit verstreute "Yang-Taji-Family" durch ihre berühmten Lehrmeister Yang Zhenduo (4. Generation Linienhalter) und Yang Jun (5. Generation Lineinhalter). Als legitime und einzige Botschafter ihrer großen Familie sind sie mit vereinten Kräften bemüht, das Andenken an den Altmeister Yang Chengfu hochzuhalten, so daß er bei ihrem Wiedersehen stolz auf sie sein kann. Der "große Standardisierer der traditionellen Familien-Form" hatte ja um 1930 das Optimum der Anpassung der "traditional Family Routine" an die geänderte Zeit erreicht und davor gewarnt, weitere Veränderungen vorzunehmen. Heute ruht die Hauptlast der Verantwortung auf Yang Jun. Der 1968 geborene Sohn von Yang Daofang ist von allen anderen Familien-Stilen Chen, Wu, Wu-Hao und Sun offiziell als Vertreter des Yang-Stils anerkannt, obwohl er zur 6. Generation gehört.

DTB:

Als "graue Eminenz im Hintergrund" steht natürlich Yang Zhenduo. Der zweitjüngste Yang-Chengfu-Sohn wollte, so meint Dr. Langhoff vom Tai Chi Zentrum Hamburg eV, mit seiner seltsamen Behauptung, "from Generation to Generation - the tradition continues" die Authentizität der Linienhalterschaft seines Enkels untermauern und maximal absichern. Für seinen Sohn Yang Daofang war dadurch kein Platz als Meister vorgesehen. Als dann noch die Behauptung des "Traditional Taijiquan" hinzukam, war die Irritation groß. Zugleich wurde die Kompetenz des Yang Jun in immer höheren Tönen gelobt, wobei man sich fragt, woher er dieses angebliche unverfälsche Erbe erhalten haben will.

Meister Yang Jun, geboren 1968 in Taiyuan, ist der Nachkomme des Yang Stil Taijiquan Gründers Yang Lu Chan in der 6ten Generation. Als Sohn von Yang Dao Fang und Enkel von Yang Zhen Duo ist er der zukünftige Hauptvertreter des Yangstils und Träger des Yangfamilien-Erbes. ... Sein großes Können wird in jeder Bewegung sichtbar. Sein Taiji, das präzise den Positionen und Bewegungen Yang Cheng Fus entspricht, verbindet Weichheit mit Härte, exakte äußere Form mit tiefem inneren Verständnis und Zurückhaltung mit Ausdruck.

Quelle:   http://www.taichi-chuan.de/yangjun.htm

Befremdlich sind die unterschiedlichen Signaturen Yang Juns bzgl. der "richtigen" Generation und der angeblich offiziellen Linienhalterschaft, der ja vom Hongkong-Clan offenbar gar nicht zugestimmt wurde. In einem Interview hat Yang Jun seine Bestimmung und seine Stellung in der Community sehr deutlich zum Ausdruck gebracht: In seiner Rolle weiß er sich seinen Vorfahren verpflichtet und hat anders als seine Schüler nicht die Wahl, sich umorientieren zu dürfen. Seine empfundene Bestimmung: Er muß als erwartetes Lebenswerk das Familien-Erbe vorangetrieben haben. Seine Führerrolle, die er auf esoguru.com gut beschreibt und als Präsident seiner Association beruht auf diesem Hintergrund und liege ihm eigentlich nicht.

Ich möchte es klar sagen: Ich sehe mich nicht als Oberhaupt von irgendjemandem oder Leiter von irgendetwas sondern ich glaube wir arbeiten alle zusammen. Ich habe jedoch durch meinen Hintergrund mehr Verantwortung und das unterscheidet mich von anderen. Sie können ihren Interessen folgen und gut oder auch nicht gut sein und wenn sie nicht weitermachen wollen, ist das ok. Aber ich habe eine bestimmte Art von Rolle, eine Pflicht in meinem Herzen, weil ich Teil der Familie bin. Denn eines Tages werde ich meinen Vorfahren gegenübertreten. Und sie sollen stolz auf mich sein und nicht sagen müssen: Du hast ja gar nichts getan. Dies setzt mich unter Druck und ich bemühe mich mein Bestes zu geben in dieser Form der Kunst. Ich möchte wirklich nicht der Anführer von irgendetwas sein - das ist nicht meine Absicht. Anders als andere, kann ich nicht einfach Schluß sagen. Das ist mein Druck.

One thing I want to be clear.  I don’t really see myself as the head of everyone or whatever. I think we are working together. The only more responsibility [I have] is my background. I have things a little bit different from others.  For some people, being good or not being good, they can follow their interest.  If not good, they don’t want to do anymore, fine. But me, because I’m from the family, I have this kind of role – duty inside of my heart.  One day I’m going to see my ancestors, you know?  And I want them to be proud of me, not saying, ‘You just do nothing.’ So that puts more pressure on me, so I try to do the best, just from this art form. I don’t really like to be the head of anything. That’s not really my intention. But right now, I know a lot of people can say ‘quit’ but I can’t. That is my pressure.

Quelle: http://www.kungfumagazine.com/magazine/article.php?article=1220

Dieses Ad-Hoc-Narrativ der Ausrichtung auf das Wiedersehen mit den Vorfahren ist in mehrfacher Hinsicht bedeutsam. Es erklärt zum einen die voreingenommene, rückwärts-gewandte Ausrichtung des IA-Präsidenten auf die Person Yang Chengfus, seine Fehleinschätzungen und den Yang-Family-Moralkodex. Zum anderen könnte es erklären, warum die Werbe-Botschaften der "Seattle-Mission" zu einer immer umfassenderen "eierlegenden Wollmilchsau" aufgeblasen werden. Seine Vorfahren sollen stolz auf ihn sein. Er darf nicht versagen und "muß liefern".

Einen Hang zu Gesprächen mit Vporfahren hatte ja bereits auch Yang Chengfu, als er im Vorwort zu seinem letzten Buch von einem angeblichen Gespräch mit seinem Großvater Yang Luchan berichtete - dieser war allerdings lange vor seiner Geburt verstorben.

 

 

Der rastlose Einsatz des einseitig proklamierten Linienhalters für das, was er für das Interesse seiner Familie ausgibt, stößt wohl auch deswegen zunehmend auf Vorbehalte.

 

 

 

 

 

 

5.) Statistik der Center und Mitglieder

Die Entwicklung der Center, ihrer Mitglieder ist von der "International Association" weltweit von Anbeginn an gut dokumentiert. Auf der Webseite yangfamilytaichi.com werden unter der Rubrik "Find A Teacher" alle Schulen und Schulleitungen aktuell gelistet. Nachdem zunächst 1995 nur in den USA erste Center gegründet wurden, wuchs die Zahl nach Gründung ihres Dachverbandes rasant an. Es erfolgten außer weiteren in den USA Gründungen in Canada, Südamerika, Europa und seit einiger Zeit auch in China. Weiterhin gibt es Center auf Madagaskar und im Iran. Die bekanntesten europäischen Zentren sind die in Schweden, Frankreich, Italien und England. Weitere Center gibt es in Deutschland, der Schweiz, Bulgarien und Slowenien.

Frühzeitig kam es allerdings auch zu Schließungen von Centern und Affiliates. Darüber und über die Gründe gibt es keinerlei öffentlich zugängliche Information. Auch die genaue Zahl von Mitgliederaustritten ist unbekannt. Yang Jun selbst gibt für die vergangene Dekade einen offiziellen Mitgliederschwund von rund zwei Dritteln an. Auch hierzu gibt es keine Analyse bzw. Angabe von möglichen Gründen. Aus DTB-Sicht ist dieses "Abstimmen mit den Füßen" am besten zu erklären mit dem "Yang-Chengfu-Center-Syndrom". Das diesbezügliche Multimedia-Dossier enthält Schaubilder und Zitat-Belege.

Nachweise: Doku-Archiv-Nr 205: "Yang Chengfu Tai Chi Center", "International Association (IA)" und "Traditional Yang-Family-Taichichuan"

6.) EU-Zertifizierung für mehr Transparenz und Verbraucherschutz

Yang Jun ist vollbepackt mit Geschenken an die Gefolgschaft seiner "Seattle-Mission". Darunter sind die einzigartigen Yang-Family-Morals und das originale Yang-Family-Tafelsilber. Doch obwohl sich die "Spin-Doktoren des Seattle-Clans", besondere Mühe bei der Verpackung gaben, fremdelt ein Großteil der Community ausgerechnet bei zentralen Punkten der Heilsbotschaft. So wird die Forderung nach einheitlicher Corporate Identity durchweg nicht umgesetzt. Diese Beliebigkeit nach dem New-Age-Motto "Taiji is what I want it to be", erschwert wowohl Erkennbarkeit als auch Vergleichbarkeit - und damit auch die Möglichkeit von Bewertungen der Methodik, Kompetenz, Qualität und Service. Die neue EU-Zertifizierung des DTB soll hier übergreifende, europa-weite Standards schaffen.

Die sogenannte "EU-Zertifizierung" wurde initiiert vom DTB und es haben sich bislang schon mehrere Verbände, Vereine und Gruppen angeschlossen. Landes-übergreifend sollen europa-weite Standards entwickelt werden, um Schulen, Institute und Lehrerausbildungen des "Yang-Chengfu-Taijiquan" transparenter und damit vergleichbarer zu machen. Dieses Projekt setzt wichtige Impulse und plädiert für Einheitlichkeit, denn die gegenwärtige Doppelgleisigkeit sendet oft falsche Signale.

Hintergrund: In ganz Europa gibt es eine vielzahl unterschiedlichster Center für das Yang-Stil-Taijiquan - nicht nur die von der "International Association" schriftlich bestätigten "Yang-Chengfu-Center" mit ihrem "Yang-Chengfu-Ansatz". Verbände und ihre Mitglieder sind oft für Laien nicht klar unterscheidbar. Des öfteren kam es schon zu Verwechslungen. So werden etwa vom Yang-Chengfu-Center in Bulgarien copyright-geschützte Unterlagen des DTB genutzt und die Association publizierte eine nicht autorisierte Mailadresse, die suggerierte, DTB-Vorstand Dr. Stephan Langhoff gehöre auf einmal zur International Association.

 

 

7.) Anmerkungen, Quellen/ Ressourcen

 

Yang Family Taiji Lineage

Source: http://www.kungfumagazine.com/magazine/article.php?article=1220

 

 

Datenschutz   Impressum, Feedback und Kontakt für diese Seite www.yang-chengfu-center.tai-chi-verband.de

 

* Der Deutsche Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. (DTB) und weitere deutsche Institutionen grenzen sich ab von der "International Association (IA), ihren Yang Chengfu Centern, ihren Schulen und ihren Lehrern. Sie möchten mit deren Kult und ausländischen Vorgaben nicht verwechselt werden. Quelle: DTB-Stundenbild für Schulung.